Hallo zusammen, ich frage mich gerade, wie viel System beim Aufbau eines Obsidian-Wissensspeichers wirklich hilft – und ab wann es nur noch zusätzliche Pflegearbeit wird.
PARA wirkt auf den ersten Blick angenehm pragmatisch, der Zettelkasten verspricht bessere Verknüpfungen, und manche bauen sich aus Dataview, Templates und eigenen Konventionen ein komplett individuelles System. Mein Problem: Viele Methoden klingen in Videos und Blogposts überzeugend, aber gibt es auch belastbare Hinweise, dass sie langfristig tatsächlich bessere Ergebnisse liefern? Oder ist am Ende vor allem entscheidend, dass man regelmäßig Notizen schreibt und wiederfindet?
Ich habe jedenfalls den Eindruck, dass ein System schnell zum Selbstzweck werden kann. Dann verbringt man mehr Zeit mit Ordnern, Tags und Metadaten als mit dem eigentlichen Denken. Gleichzeitig kann ein komplett chaotischer Speicher natürlich genauso frustrierend sein, wenn man wichtige Inhalte später nicht mehr findet.
Wie organisiert ihr eure Notizen aktuell, und was hat sich bei euch nach ein paar Monaten wirklich bewährt? Nutzt ihr bewusst PARA oder Zettelkasten, kombiniert ihr mehrere Ansätze oder habt ihr euch etwas Eigenes gebaut? Und woran merkt ihr, dass euer System euch unterstützt statt euch nur zu beschäftigen?