mir geht’s mit rPLA ähnlich… fühlt sich erstmal gut an, weil “recycled” draufsteht, aber wenn man genauer hinschaut, weiß man halt nicht, *was* da recycelt wurde. post-industrial ist halt oft einfach nur Verschnitt aus der eigenen Produktion – also nix, was sonst im Meer gelandet wäre. ist jetzt nicht schlecht, aber auch nicht der ökologische gamechanger.
wegen failprints: ich sammel die auch, aber eher aus so ’nem schlechten Gewissen raus. selber granulieren und neues filament extrudieren hab ich mal getestet, aber das war mehr Stress als Nutzen. und als jemand, der beruflich mit “Datenmüll vermeiden” zu tun hat, fühl ich mich da direkt doppelt ertappt… digital failprints hab ich schon genug.
für echte Nachhaltigkeit bringt’s meiner Meinung nach mehr, das Slicing so zu optimieren, dass man gar nicht erst so viel Ausschuss produziert: Geometrie vorher checken, supports sauber setzen, temps ordentlich einstellen. klingt langweilig, spart aber übel viel.
btw: wo wohnst du ungefähr? in manchen Städten gibt’s Makerlabs oder Wertstoffhöfe, die 3D-Druck-Reste tatsächlich annehmen und in Projekte einfließen lassen. könnte deinen Karton vielleicht retten 😅